Beim Kauf von Silberschmuck begegnet einem die Zahl 925 fast überall. Auf Anhängern, Ketten, Ringen – oft eingraviert, manchmal kaum sichtbar. Was steckt dahinter? Und warum ist es wichtig, dass dein Schmuck diese Kennzeichnung trägt?
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Was bedeutet 925 bei Silber?
Die Zahl 925 steht für den Reinheitsgehalt des Silbers: 925 von 1000 Teilen sind reines Silber – das entspricht 92,5 Prozent. Die restlichen 7,5 Prozent bestehen aus einer Legierung, meist Kupfer. Dieser Standard ist weltweit als Sterling Silber bekannt.
Warum mischt man überhaupt etwas dazu? Ganz einfach: Reines Silber (999er) ist zu weich für die Verarbeitung zu Schmuck. Es würde sich verbiegen, zerkratzen und die Form verlieren. Die Kupferlegierung gibt dem Silber Stabilität und Beständigkeit – ohne den charakteristischen Silberglanz zu beeinträchtigen.
| Bezeichnung | Reinheit | Verwendung |
|---|---|---|
| 999er Feinsilber | 99,9 % | Barren, Münzen |
| 925er Sterling Silber | 92,5 % | Schmuck (Standard) |
| 835er Silber | 83,5 % | Älterer Trachtenschmuck |
| 800er Silber | 80 % | Besteck, Vintage-Schmuck |
Was ist der Unterschied zu silberfarbenem Schmuck?
Hier ist Vorsicht geboten: Nicht alles, was silbern glänzt, ist auch Silber. Silberfarbener Modeschmuck ist meist aus Zinklegierungen oder Messing gefertigt und mit einer dünnen Silberbeschichtung versehen. Diese Schicht reibt sich mit der Zeit ab – der Schmuck verfärbt sich, kann Flecken auf der Haut hinterlassen und ist für Allergiker problematisch.
Echtes 925er Silber trägt immer eine Punzierung – einen eingravierten Stempel mit der Zahl 925 oder dem Buchstaben S925. Wer diesen Stempel nicht findet, sollte skeptisch sein.
Merke: Echter Silberschmuck ist an der 925-Punzierung erkennbar. Ohne diesen Stempel handelt es sich um Modeschmuck – unabhängig davon, wie er aussieht.
Was bedeutet rhodiniert?
Rhodinierung ist eine dünne Beschichtung mit Rhodium – einem Edelmetall aus der Platingruppe. Sie schützt das Silber vor dem Anlaufen (dem charakteristischen Schwarzwerden durch Oxidation) und verleiht dem Schmuck einen besonders hellen, klaren Glanz.
Rhodinierter Silberschmuck sieht länger wie neu aus und erfordert weniger Pflege. Ein kleiner Nachteil: Die Rhodiumschicht kann sich über viele Jahre hinweg leicht abnutzen – besonders an stark beanspruchten Stellen. In diesem Fall kann der Schmuck beim Juwelier neu rhodiniert werden. Alles Weitere zum Thema findest du in unserem Ratgeber zum richtigen Pflegen von Silberschmuck.
Nickelfrei – warum ist das wichtig?
Nickel ist ein häufiger Auslöser von Kontaktallergien. In der EU ist der Nickelgehalt in Schmuck, der dauerhaft Hautkontakt hat, streng reguliert – trotzdem findet man gerade bei günstigen Importen immer wieder Nickel in der Legierung.
Nickelfrei bedeutet: Der Schmuck enthält kein Nickel in der Legierung und ist damit auch für Menschen mit empfindlicher Haut geeignet. Für Alltagsschmuck und Trachtenschmuck, der direkt auf der Haut getragen wird, ist das ein wichtiges Qualitätsmerkmal – gerade wenn es um Trachtenschmuck zum Dirndl geht, der über lange Trachtenabende hinweg getragen wird.
Worauf sollte ich beim Kauf achten?
- 925-Stempel – immer vorhanden bei echtem Sterling Silber
- Rhodinierung – schützt vor Anlaufen, verlängert die Lebensdauer
- Nickelfrei – wichtig für empfindliche Haut
- Gefertigt in Deutschland – Qualitätsmerkmal, keine Massenware
- Herkunft – Schmuck aus Deutschland oder der EU unterliegt strengen Qualitätsstandards
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